Kinderwunsch und Chlamydien

Was sind Chlamydien?


Chlamydien sind Bakterien, welche nicht zu unterschätzen sind. Die Ansteckung bleibt meist unbemerkt, weil es auf den ersten Blick keine Symptome gibt. Sie nisten sich in den Zellen ein, und vermehren sich dort.


Betroffene wissen oft über Monate und Jahre nicht, ob sie sich mit Chlamydien infiziert haben. Sehr oft ist es eine Zufallsdiagnose. Denn Chlamydien werden im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung abgeklärt.


Chlamydien können den Eileiter so sehr schädigen, das eine Schwangerschaft nur schwer oder unmöglich ist. Denn durch die Infektion kann der Eileiter unbeweglich werden, oder es entstehen aufgrund der Chlamydieninfektion Verwachsungen am Eileiter.


Doch auch beim Mann können Schädigungen auftreten. Beispielsweise nisten sich die Bakterien im Nebenhoden ein, und schädigen die Spermienqualität in erheblichem Maß. Ein oft diskutiertes Symptom ist die Verminderung des Ejakulats. Aber da die Menge auch von äußeren Faktoren abhängt (zum Beispiel zu wenig trinken, schlechter Stoffwechsel), konnte dies bislang nicht eindeutig bestätigt werden.



Übertragung von Chlamydien


Während im medizinischen Fachbereich meist nur von einer Geschlechtskrankheit gesprochen wird – eine Infektion erfolgt bei ungeschütztem Sex -, ist eine Übertragung auch anders möglich. Dazu gehören zum Beispiel Dampfbäder, Whirlpools und Schwimmbäder im Allgemeinen. Überall wo es großflächig warme Feuchtigkeit gibt, haben Chlamydien gute Überlebenschancen.



Behandlung von Chlamydien


Derzeit ist der Standard eine Behandlung mit einem speziellen Antibiotikum. Nach der Behandlung ist es empfehlenswert, von einem Arzt die erfolgreiche Behandlung zu überprüfen. Außerdem müssen immer beide Geschlechter behandelt werden. Denn andernfalls erfolgt eine erneute Ansteckung.


Die Behandlungskosten zahlt die Krankenkasse. Dies gilt auch für den Partner / die Partnerin, welche Prophylaktisch mitbehandelt wird.


Für eine Diagnose und die Behandlung wird empfohlen, sich an einen Gynäkologen, Andrologen oder Urologen zu wenden.


Des Weiteren ist es empfehlenswert, nach einer erfolgten Antibiotikabehandlung die Darm- und Scheidenflora wieder aufzubauen, um weiteren Infektionen vorzubeugen.



Gegen Chlamydien impfen?


Derzeit gibt es noch keine Möglichkeit, sich gegen Chlamydien impfen zu lassen. Allerdings gibt es in den USA vielversprechende Forschungen dazu. So konnte bereits ein erster Impfstoff erprobt werden, welcher bis zu 90% der Bakterien abtötete, und dabei lediglich wie ein Schnupfenspray über die Nasenschleimhäute aufgenommen werden muss.



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