Koalitionsvertrag: Hebammenverband findet Gehör

Hebammen sind in den letzten Jahren immer wieder in Verruf geraten. Vor allem dann, wenn bei Geburten etwas schief läuft, und die Kinder nicht gesund zur Welt kommen. Hinterher wird den Eltern dann vorgeworfen, sie hätten ins Krankenhaus fahren müssen, um dem noch ungeborenen Kind die größtmöglichen Chancen einzuräumen.


Um hier neue Qualitätsstandards zu setzen, übernimmt der Koalitionsvertrag eine weitreichende Forderungen des Deutschen Hebammenverbands. Denn der Beruf der Hebamme soll akademisiert werden. Mit anderen Worten: Hier soll eine deutlich bessere Ausbildung der Geburtshilfe für eine größtmögliche Sicherheit sorgen. Damit wird in Deutschland erstmals eine nicht-ärztliche Ausbildung an Hochschulen und Universitäten übergeben.


Was jedoch in der Euphorie untergeht, ist, das die neue Bundesregierung hier lediglich eine EU-Vorgabe zum Thema Berufsausbildung von Hebammen umsetzen muss. Und dies soll bis 2020 erfolgen. Wer das bezahlt, welche Universitäten die Ausbildungen anbieten wollen, ... alles offen.


Am Ende bleibt die Erkenntnis, das eine Geburt im Krankenhaus sicherer ist. Unromantisch. Aber sicherer für Mutter und Kind.


    Kommentare 1

    • Wenn nur eine EU-Richtlinie umgesetzt wird, dann ist die Überschrift irreführend. Wenn die Bundesregierung nur macht, was sie zwingend machen muss, dann hat die kein Anspruch auf Lob!