Weniger Service im Einzelhandel

Die neuen SB-Kassen, an denen die Kunden ihre Ware selbst abscannen müssen, und den Bezahlvorgang komplett in Eigenregie erledigen sollen, werden sich 2018 möglicherweise stark verbreiten. Die Dienstleistung "kassieren" - und der Kontakt zum Kunden - wird damit noch weiter herabgesenkt, oder gleich ganz abgeschafft. Der persönliche Kontakt verliert dadurch immer mehr an Bedeutung.


Ziel der Ladenketten ist die Einsparung von Personalkosten. Es geht also nicht um den Kunden, sondern lediglich um Geld.


Ob das Geschäftsmodel wirklich Zukunft hat, wird der Kunde noch zu entscheiden haben. Tatsache ist, dass der (künftig fehlende) Faktor Mensch vielen beim Einkaufen in einem Laden wichtig ist. Die Abkehr vom Kunden könnte somit auch eher negative Folgen für Ladengeschäfte haben. Es gibt nämlich keinen echten Grund mehr, in einem lokalen Geschäft in meiner Umgebung einzukaufen, wenn ich dort niemanden mehr antreffe. Unter diesen Umständen ist es besser, direkt online einzukaufen. Da spare ich nicht nur den menschlichen Kontakt ein, sondern brauche gar nicht mehr die Wohnung zu verlassen.


Onlinehändler werden hier zielsicher die wirklichen Profiteure sein. Ganz vorne mit dabei: Amazon. Warum? Weil es kaum ein Online-Unternehmen für nötig hält, Service am Kunden groß zu schreiben. Und die Option, dass man die Ware noch am gleichen Tag erhält (und sogar bis vor die Haustür, in welchem Stockwerk auch immer, getragen bekommt) bietet auch sonst keiner an. Amazon Prime ist hier der klare Vorreiter einer Branche, welche durch das Ignorieren von Kunden in Ladengeschäften ganz groß abräumen wird.



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    Kommentare 1

    • Im Laden einkaufen wird eh immer mehr zu einem Fiasko.