Wie Microsoft Fernlernen ermöglicht

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Der Softwareriese Microsoft nutzt das Corona Virus, um seine Softwarelösungen bzgl. digitales Lernen besser zu vermarkten. Zu diesem Zweck geht gerade ein hauseigener Artikel in den Social-Media Kanälen viral. Diesen kann man hier finden.


Zunächst muss man sagen dürfen, das es in Deutschland kaum ein Unternehmen - und schon gar nicht die öffentliche Hand - , zu dem fähig wäre, was Microsoft auf die Beine gestellt hat, um Fernlernen und Teamarbeit zu ermöglichen. Von der technischen Anleitung zur Umsetzung, bis hin zu den Tipps und Tricks, um den Schülerinnen und Schülern das Lernen nicht nur schmackhaft zu machen, sondern es auch wirklich in den Alltag einfließen und umsetzen zu lassen, ist alles dabei.


Es handelt sich um ein Gesamtpaket, welches man sich vom Kultusministerium wünschen würde - aber von dort kommt nix. Wirklich gar nichts. Es wird an alten Strukturen und Vorgehensweisen festgehalten. Technische Neuerungen treffen auf Unverständnis und Ablehnung. Handy, Tablet, PC und ähnliches werden bis heute als Störfaktoren bezeichnet, und noch immer nicht als Lernmittel eingestuft.

Warum Deutschland das nicht umsetzen kann

Die Lösung ist gut. Aber die Umsetzung in Deutschland praktisch unmöglich. Es gibt niemanden an deutschen Schulen, welcher die technische Umsetzung vornehmen könnte. Was uns alles fehlt?

  • Know-How
  • Lehrkräfte, welche das nutzen wollen
  • Schnelle und leistungsfähige Internetzugänge
  • Abkehr vom ideologischen Frontalunterricht
  • Hardware als Lernmittel verstehen
  • Fehlende Konzepte für digitales Lernen
  • Technologieoffenheit für neue Wege in der Bildung

Schuld daran sind vor allem die Städte und Kommunen, welche den Glasfaserausbau aktiv behindern, indem sie der Telekom das Monopol zurückgaben, und auf die fehlerbehaftete Technik des Vectoring setzten - um Geld zu sparen. Aus dem gleichen Grund werden Lehrkräfte in Sachen Digitalisierung nur unzureichend oder gar nicht ausgebildet. Hinzu kommt die fehlende technische Ausrüstung an Schulen und Universitäten. Auch fehlt es an zuständigen Personal, welche sich um die IT an Bildungseinrichtungen kümmern - bislang machen das vereinzelte Lehrer aus Hobbywissen heraus!


Kommentare 3

  • Die Schulen stellen den Kindern keinen Internetzugang zur Verfügung. Und selbst wenn, dann greifen 400 Kinder gleichzeitig auf das Netz zu. Bei unserem "ach so tollen Internet" kann man das gleich wieder vergessen.


    Die Plattform als Onlinelösung, für die Nutzung Zuhause, sehe ich auch nicht. Die Lehrkräfte kennen sich nicht aus, und allein der Verwaltungsaufwand ist denen zu viel Arbeit. Die müssten jedem Kind einen Account bereitstellen. Allein diese Aufgabe macht das ganze Unterfangen zunichte. Damit sowas klappt, müsste viel mehr passieren. Ein Corona reicht da nicht.


    Die Situation ist heute auch weit weg, von der Digitalisierung. Die Unterrichtsmaterialien kommen per Post!!! Die schaffen es nicht mal, die Sachen per eMail zu schicken. Da fehlt es doch schon an den Basics!

    • In Bayern knicken die Schul- und Lernserver ständig ein. Da kann man nichts machen. Wir sind ein totales Entwicklungsland in Sachen Digitaltechnik.

  • Leider leider ist es genau so. 😢