Wo der Klimawandel wirklich steht

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Während man in der Politik den sprichwörtlichen Schuss noch immer nicht gehört hat, löst der Klimawandel in Deutschland bereits schlimme Schäden aus. Deshalb zwei ortsbezogene Beispiele:

  • In München konnte man in diesem Jahr Temperaturen von über 40Grad verzeichnen. Gehen wir 20 Jahre zurück, kamen wir selten mal auf über 30 Grad im Hochsommer.
  • In Aurich an der Nordsee hatte man in den letzten Dezembertagen minus sieben Grad und kälter gemessen. In der vergangenen Woche konnte man lokal bis zu 15 Grad am Thermometer ablesen. Ein Unterschied von 22 Grad.

Die Schäden sind nicht nur optisch zu spüren. Sie verursachen inzwischen auch Kosten, die jedes Jahr steigen. Die Insektenvernichtung kostet bereits in kleinen Gemeinden mehrere Tausend Euro jedes Jahr. Vor allem die Mückenbekämpfung verschlingt große Summen. In der Fläche Deutschlands sind es viele Millionen, die nur dafür ausgegeben werden, um Mückenlarven zu vernichten.


Auch Deutschlands Wälder leiden unter den steigenden Temperaturen. Da sind zum einen Schädlinge, welche den Baumbestand bedrohen, und zum anderen macht der Natur die Trockenheit zu schaffen. Die Bäume wachsen weniger schnell, haben keine Abwehrmöglichkeiten gegen Schädlinge und sterben einfach ab.


Letztes Jahr war es so trocken, das im Emsland nach einer Bundeswehrübung ein Moor viele Wochen brannte, und nicht zu löschen war.


Auch dieses Jahr ist das Wetter im Dezember viel zu warm. Insekten, Schädlinge und Kleingetier, die normalerweise durch die winterliche Kälte auf natürliche Art sterben, überleben den Winter heute problemlos. Entsprechend problematisch gestaltet sich das Folgejahr. Denn die Population aus dem vergangenen Jahr bleibt nahezu erhalten.


Dazu kommen immer mehr und mehr Extremwetterereignisse, die mit dem veränderten Jetstreamzu tun haben. Laut Germanwatch steht Deutschland in der Hitliste der weltweit am stärksten durch den Klimawandel betroffenen Länder sogar auf Platz 3.


Die Landwirte stehen heute vor großen Problemen. Durch zu viel Hitze treiben die Pflanzen nicht wie erwartet. Die künstliche Bewässerung bringt nur begrenzte Lösungen und steigende Kosten. Ernteausfälle sind heute etwas normales. Viele Landwirte stehen heute vor dem finanziellen Ruin. Und die immer strenger werdenden Gesetze für Landwirte verschärfen die Situation noch zusätzlich.


Das große Umdenken bleibt aus. Denn die bisherigen Folgen haben nur die wenigsten vor der eigenen Haustür. Solange der Klimawandel nicht für alle sichtbar ist, solange wird sich auch nichts verändern. Wenn wir aber alle die Probleme erkennen, wird es längst zu spät sein.


Kommentare 4

  • Ich will trotzdem noch mehr Kinder. Die werden das dann schon schaffen :-)

    • Das ist auch richtig so. Nur weil die CDU und die SPD gänzlich versagt haben, sollte man seinen Lebensplan nicht aufgeben. Wichtig ist ja nur, das man das nächste Mal Grün wählt. Ich werde das jedenfalls so machen.


      Bei der letzten Bundestagswahl habe ich FDP gewählt. Aber rein Klimaseitig haben die nur Profit um jeden Preis im Kopf. Raubbau an dem Planeten finde ich einfach falsch.


      Es läuft viel falsch in Deutschland. :-(

  • Ignorieren ist eben doch keine Lösung.

    • Es wird aber ignoriert. Und wehe dem, der etwas sagt.