Sommerferien: Bayern fordert Sonderstellung für sich

Das Bundesland Bayern fordert für sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit eine Sonderstellung ein. Erst kürzlich machte Bayern mit seinem Ausstieg aus dem Nationalen Bildungsrat deutlich, das die Süddeutschen ihren Bildungsapparat auf keinen Fall angleichen wollen. Auf diese Weise verhindert Bayern derzeit, das jeder Schulabschluss innerhalb Deutschlands gleichwertig behandelt werden kann.


Der nächste Zankapfel: Bayern verweigert sich einer rotierenden Neuordnung beim Start der Sommerferien. Bislang hat Bayern auch hier eine Sonderstellung, welche historisch bedingt ist, und heute aber nur noch auf Gewohnheit basiert. Der bayrische Ministerpräsident Söder (CSU) sagte wörtlich "Wir haben unseren Biorhythmus mit den Ferien - den wollen wir gern beibehalten".


Die Ferienrotation ist insofern wichtig, weil auf diese Weise lange Staus auf den Fernstraßen verhindert werden, und Urlaubsunterkünfte zeitlich einigermaßen gerecht freie Kapazitäten haben. Gerade für Eltern von schulpflichtigen Kindern spielt dies eine entscheidende Rolle.


Hamburgrs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) sagte in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung", das Bayern die Ferien nicht Alleingang regeln dürfe. In Bayern sieht man dies auf der Landespolitischen Ebene offensichtlich anders.


Tatsächlich ist es so, dass die bayrischen Sommerferien stets am Ende liegen, und bayrische Familien dann oft vor dem Problem stehen, das im Ausland nur noch die Angebote der Nachsaison genutzt werden können. Die CSU, in der vorwiegend keine Eltern von schulpflichtigen Kindern tätig sind, haben längst den Kontakt zum Wähler verloren. Um so spannender werden die kommenden Kommunalwahlen in Bayern.


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