ICILS Studie bestätigt vorhandene Probleme

ICILS steht für "International Association for the Evaluation of Educational Achievement". Und in dieser Studie geht es darum, die digitalen Kompetenzen von 8-Klässlern zu bewerten und zu vergleichen. Erstmals wurde diese Studie 2013 durchgeführt. jetzt liegen für die letzte Datenerfassung aus dem Jahr 2018 erste ausgewertete Daten vor.


Seit 2013 wird deutlich mehr Wert auf die digitale Ausbildung von Lehrkräften gelegt. Außerdem gibt es schon länger die "Digitalpackt. Bislang scheint aber nichts davon bei den Schülerinnen und Schülern angekommen zu sein.


Auch die Bedingungen bzgl. dem digitalen Lernen sind nicht besser geworden. Es fehlt immer noch an Internetzugängen, freiem WLAN für die Kinder und die Hardware ist entweder nicht vorhanden, oder auf einem technischen Stand, den heute längst niemand mehr zuhause hat.


Außerdem gibt es auch heute noch völlig unsinnige Regelungen an deutschen Schulen. Dazu gehört das Verbot private, also Schülereigene Geräte, in der Schule zu Bildungszwecken zu verwenden. Handy, Laptop, Tablet, alles verboten. In Deutschland herrscht nach wie vor die Kreidezeit.


Trotzdem gibt es auch gute Nachrichten. Die Anzahl der Lehrkräfte, welche sich mit digitalen Medien beschäftigen hat sich verdoppelt. Etwa 25% der Lehrkräfte sind auf einem guten Weg, den Veränderungen unserer Gesellschaft Rechnung zu tragen.


Nach wie vor lernen deutsche Schülerinnen und Schüler Medienkompetenzen außerhalb der Schule. Meist sogar lediglich durch Eigenerfahrung. Leider gehört in Deutschland auch digitales Mobbing und Cyberattacken zum Tagesgeschehen. Lehrer sind bis dato nicht auf solche Umstände vorbereitet, und können keinerlei Hilfestellung geben. Sie sind schlichtweg überfordert. Es fehlt an Medienkompetenz, wo sie heute eigentlich nicht mehr fehlen darf.


Die Studie hält auch fest, das nicht jeder Software programmieren können muss. Allerdings muss jeder mit Software umgehen können, die man im Alltag zuhause und im Beruf finden kann. Dazu gehören unter anderem Windows und Office - einschließlich der Randsoftware.


In den meisten Lehrerzimmern gilt die Regel: Der Computer bleibt draußen!


Lernen 4.0. Pädagogik vor Technik: Möglichkeiten und Grenzen einer Digitalisierung im Bildungsbereich


Kommentare 1

  • Was ich schlimm finde: Alle wissen es, aber keiner unternimmt etwas. Das ist so typisch Deutsch.