Bundesgesundheitsausschuss fordert Verbot

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Grund für diesen Vorstoß: Der Onlinehandel im europäischen Ausland kann Rabatte anbieten, bzw. aushandeln. Innerhalb Deutschlands unterliegen rezeptpflichtige Medikamente einer Preisbindung – um Konkurrenzverhalten zu verhindern.


Rezeptfreie Medikamente und Hilfsmittel sind von dieser starren Regelung ausgenommen. Hier zeigt der freie Markt auch seine Wirkung. Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft, sondern drückt auch die Preise. Und das bei gleichbleibender Qualität und Verfügbarkeit – zugunsten des Kunden.


Bereits heute ist es verboten, Medikamente, welche unter das BtmG fallen, online zu beziehen – trotz entsprechender gültiger Rezepte vom Facharzt. Dies hat zur Folge, dass die Betroffenen teils lange Wege in Kauf nehmen müssen. Vor allem der ländliche Raum leidet unter diesem geltenden Verbot.


In Ballungsräumen, mit genug Kundschaft, findet sich gewöhnlich auch immer eine Apotheke. Aber auf dem Land? Und das bei anhaltender Landflucht?


Der Gesundheitsausschuss des Bundesrates stellt den ländlichen Raum vollkommen unnötig vor neue Probleme. Zum Engpass der Mediziner auf dem Land kommt jetzt das Problem, Medikamente via Versand zu beziehen.


Und das bei schlechter werdender Infrastruktur und einer langsamen Überalterung der Gesellschaft. Viele Ältere oder Pflegebedürftige, die immer weniger mobil sind, werden so ebenfalls benachteiligt, können sie sich eben auch die dringend benötigten Medikamente dann nicht einfach so liefern lassen.


Denn schon heute ist das Internet für diesen Personenkreis – bzw. für deren pflegende Angehörige – unerlässlich. Wenn die (erwachsenen) Kinder online Produkte wie Lebensmittel, Pflegeprodukte, etc. bestellen, und dann zu den Eltern liefern lassen, dann ist das eine gute Sache. Aber warum sollte es bei rezeptflichtigen Medikamenten anders sein? Und das, wo doch das digitale Rezept langsam auf die Zielgerade einbiegt?


Mit Medikamenten über den Onlinehandel könnte das genauso funktionieren, gerade bei Personen, die sich bisher noch selbst versorgen konnten, und denen die Apotheke auf diese Art zu ihnen nach Hause kam, und wo die Kranken nicht selbst losziehen mussten, in die nächste Apotheke, drei Orte entfernt. Das ist nun bald Geschichte.


Der lokale Handel hätte im Umkehrschluss auch einfach dadurch gestärkt werden können, in dem man ihm erlaubt, selbst Rabatte auszuhandeln.

Als nächstes stehen dann Bringdienste der lokalen Apotheken auf dem Prüfstand?


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    Kommentare 1

    • Wie blöd sind die eigentlich?