Politik nimmt den Lehrermangel nicht ernst genug

Schule
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Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Diese Information ist nicht neu. Sie ist sogar schon so oft wiederholt worden, das sie langweilig geworden ist. Offene Stellen bleiben inzwischen stets unbesetzt. Das gilt aber nicht nur für den freien Arbeitsmarkt, sondern für den gesamten Arbeitsmarkt - einschließlich Lehrkräfte und Pädagogen.


Im Prinzip ist heute jede Schulart betroffen. Jeder Hort und jeder Kindergarten bangt um seine Mitarbeiter und Kolleg(innen). Deshalb ist man dazu übergegangen, die Lücken mit Studenten und Quereinsteigern aufzufüllen. Aber mehr als ein kläglicher Versuch ist das nicht. Ein Versuch, der inzwischen als gescheitert gilt.


Während man in den Großstadtschulen noch Erfolge melden konnte, sieht es immer schlechter aus, wenn man die Ballungsräume hinter sich lässt. Der Pool der mobilen Vertretungslehrer ist praktisch nicht mehr existent. Vertretungslehrer sind im Dauereinsatz.


Besonders Grundschulen leiden im laufenden Schuljahr. Gerade hier ist verzeichnet man besonders hohe Ausfälle. Gleichzeitig bekommen Grundschulen kaum Personal. Selbst Quereinsteiger zu bekommen ist äußerst schwer. Melden sich Männer, steht oft genug das Vorurteil der Pädophilie im Raum. Darum sind es meist nur Frauen, welche Grundschuljobs machen können und dürfen. In den weiterführenden Schulen ist das Geschlecht des Lehrkörpers weniger dramatisch. Das gilt im besonderen für Fachlehrer.


Im Kindergarten und allgemein bei der Kinderbetreuung sieht auch schlimm aus. Vor allem kommunale Einrichtungen verlieren Pädagogen am laufenden Band. Das passiert schlicht deshalb, weil die Privatwirtschaft deutlich bessere Löhne und Gehälter bezahlt. Einige hundert Euro mehr im Monat sind für die meisten ein Wechselgrund - besonders im Hinblick darauf, das man über sein Entgelt bei der Kommune praktisch nicht verhandeln kann.


Im laufenden Schuljahr ist kaum noch eine Besserung zu erwarten. Und die nächsten Probleme beginnen schon mit den kommenden Sommerferien. Immer häufiger werden Lehrer und Pädagogen zu den Ferien hin gekündigt, um sie dann zum Schuljahresbeginn wieder einzustellen. Der Grund: Die öffentliche Hand - als auch die Privatwirtschaft - will sparen. Das die Lehrkräfte als auch die Pädagogen während der Ferien viele Arbeiten erledigen, welche alljährlich anfallen, sieht leider keiner. Beispielsweise wird im Kindergarten das gesamte Spielzeug geputzt und überholt. Ggf. repariert oder neu angeschafft. Dies bleibt inzwischen seit Jahren einfach liegen.


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