Streit um den §219a geht auch 2019 weiter

Seit Februar 2019 wird heiß über den §219a StGB diskutiert. Mal mehr, mal weniger emotional. Am Ende geht es darum, das Ärzte schwangere Frauen über das Thema Schwangerschaftsabbruch beratend zur Seite stehen dürfen. Der Stand heute ist jedoch, das Ärzte genau dies nicht dürfen. Paradox. Ist aber so.


Inzwischen ist viel Zeit vergangen. Und auch wir hatten hier darüber berichtet.


Die "große Koalition" hat sich im November darauf geeinigt, das man gemeinsam die Absicht hat, den Paragraphen zu ändern. Aber mehr als eine Absichtserklärung gibt es Ende 2018 nicht. Der gewohnte politische Stillstand wird also auch hier fortgesetzt.


Christian Lindner (FDP) findet dafür klare Worte.

Zitat

Die große Koalition erklärt den Ärzten beim §219a ihr Misstrauen. Das belastet Frauen in einer ohnehin schon schwierigen Lage.


Inzwischen werden Rufe laut, aus denen hervorgeht, das nicht nur der §219a geändert werden muss, sondern der § 218 StGB ebenfalls. So müsste ein Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate straffrei sein. Westdeutsche Frauen haben dies wohl stets unterstützt, während es in der früheren DDR bereits Gesetzeslage war.


    Kommentare 1

    • Ich finde es schlimm, das es überhaupt werdende Mütter gibt, die daran denken, ihr Kind abzutreiben. So mancher versucht ein Kind zu bekommen, und es geht nicht. Andere töten einfach ihr ungeborenes Kind. Die Welt ist doch nicht gerecht. :-(