Bekommt Bayern jetzt ein rechtsradikales Bildungsmanagement?

Schon Monate vor der Landtagswahl in Bayern war eines klar: Ab Oktober sitzt die AfD im Landtag, und die CSU muss herbe Verluste in der Wählergunst hinnehmen. Aus diesem Grund rückte die CSU seit Anfang des Jahres 2018 auch immer weiter an den politisch rechten Rand - in der Hoffnung, man könne AfD-Sympathisanten zurückgewinnen.


Fakt ist: Bayern hat 2018 politisch gesehen einen Sprung nach Rechts gemacht. Ausländerfeindliche Töne findet man auch heute noch in der CSU. Allerdings weiß die CSU den rechtsradikalen Touch besser zu verstecken, als andere rechte Parteien. Statt "Abschiebung" spricht die CSU von "Rückführung". Die Liste der Wortspielerei ist endlos.


Aber in Bayern legt man ja stets noch eine Schippe oben drauf. Kürzlich wurde bekannt, das die AfD den bayrischen Bildungsausschuss übernehmen wird. Eltern, die Gewerkschaft GEW und Lehrervereine zeigten sich entsetzt. Die AfD ist bekannt dafür, das sie Menschen mit Behinderung jede Hilfe versagen möchte. Das Thema Inklusion könnte jetzt ganz schnell beerdigt werden. Zusätzlich stehen viele Zukunftsprojekte wie die "digitale Schule" auf der Kippe. Ebenso torpediert die AfD das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".


Wenn am 28.11.2018 der Bildungsausschuss von der AfD übernommen wird, hat die Demokratie weiter an Boden verloren. Eltern stehen vor schwierigen und unfreien Zeiten.


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