Landtagswahl Bayern: Eine erste Analyse

Die bisherige Hochrechnung zeigt, das die Volksparteien deutlich verloren haben. CSU und SPD haben zusammen über 20% verloren. Die Hälfte davon stellt heute die rechtspopulistische AfD dar, mit der keine Partei eine Koalition eingehen wird. Zweifellos sind diese Stimmen schlicht verloren. Die AfD-Wähler haben einigen wenigen ein gutes Jahreseinkommen beschert. Erreicht wurde durch die Protestwähler nichts.


Die Linke kommt voraussichtlich nicht in den Landtag - Trotz eines guten und inhaltsvollen Wahlkampfes.


Ob die FDP, welche für Eltern am interessantenesten war, in den Landtag einzieht, bleibt noch zu hoffen. Keine andere Partei hat die Sanierung von Schulen, eine unbefristete Beschäftigung von Lehrern und die Frühkindliche Bildung im Wahlprogramm stehen. Gute Oppositionsarbeit allein wird aber nicht reichen, um die wichtigen Inhalte der Freien Demokraten umzusetzen. Damit sind die wahren Verlierer dieser Landtagswahl zweifellos die Eltern.


Bei den Grünen wissen wir: Im Falle einer Regierungsbeteiligung verraten und verkaufen sie ihr Wahlprogramm. In Zweifel erlauben sie Fracking, den Ausbau der Elbe oder die Abholzung des Hambacher Forst - Umweltkatastrophen. In Bayern könnte nun dank der Grünen der Umweltschutz vor die Hunde gehen.


Die Freien Wähler könnten mit der CSU arbeiten. Aber wie lange diese Koalition hält, weiß keiner so genau. Vielleicht schaffen sie zusammen sogar zwei oder drei Regierungsjahre, bevor die politische Ehe in die Brüche geht.


Eines ist sicher: Das Update, welches Bayern so bitter nötig hat, wird es nicht geben.