CDU fordert 4h Mehrarbeit für Pflegekräfte

Während sich Pflegekräfte über zu viel Arbeit, zu wenig Zeit für die Patienten, Dauerstress und chronische Überlastung (physisch wie psychisch) klagen, hat die CDU nichts besseres vorzuschlagen, als dass die Pflegekräfte ihre wöchentliche Arbeitszeit um weitere drei bis vier Stunden erhöhen sollen.


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat von seinem Amt offensichtliche keine Ahnung. Hätte er diese, dann würde die Situation jetzt eine andere sein. Und die Gewerkschaften, welche zum Leidwesen der Gewerkschaftsmitglieder nach wie vor nur minimale Lohnerhöhungen durchsetzen, zeigen sich mäßig empört über den Vorschlag.


Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung hat in einer Studie ermittelt, dass es bundesweit rund 17.000 offene Stellen gibt, die in Ermangelung von Fachkräften nicht besetzt werden können. Dies zeigt, dass es mit "ein paar Stunden länger Arbeiten" schlicht nicht getan ist.


Die Pflege befindet sich seit Jahren in einer Krisensituation. Die fehlenden Fachkräfte sind vor allem auch ein Ergebnis der schlechten Gewerkschaften, welche keinerlei positive Lohnentwicklungen durchsetzen. Dadurch erschwert es den Unternehmen, passende Bewerber zu finden. Die Negativspirale ist schon seit Jahren im Gang - und eskaliert jetzt im Grunde genommen "nur".


via JournalMed


    Kommentare 1

    • Wenn sich Politiker zum Thema Pflege äußern, sollten sie vorher mal vier Wochen auf einer Sterbestation gearbeitet haben. Einfach nur deshalb, damit sie mal ein Gefühl für das bekommen, worüber sie entscheiden wollen.