Digitalisierung spielt mutigen Lehrkräften in die Hände

Schule
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Fortschritt kann man nicht aufhalten. Und Fortschritt wurde schon immer von seinen Gegnern als etwas Schlechtes und Schlimmes dargestellt. Im Bereich der Digitalisierung ist es also wie eh und je: Sie ist "neu", unbekannt, und hat immer noch zahlreiche Gegner - die ewig Gestrigen. Am Ende wird es sich doch durchsetzen. Und jene die davon heute schon profitieren, tun sich auch in Zukunft leichter, weil sie sich mit der Thematik und den Lösungen auseinandersetzen, der ihnen den beruflichen Alltag erleichtert.


"Meine Aktentasche ist nur noch ein Notebook" erzählt uns ein Hauptschullehrer. Die ganze Zettelwirtschaft hat er nicht nur sprichwörtlich in die Tonne getreten. Ob Termine für Elterngespräche, die Organisation von Schulausflügen, Noten, Anwesenheitslisten, Vorbereitung und Umsetzung von Schulstoff, Notizen, … alles ohne Papier. Alles mit dem Notebook. Das digitale Büro des Lehrers ist längst machbar.


Problematisch ist es nur, wenn die Schulleitung sich verweigert. Das kommt leider viel zu oft vor. Denn dann haben die Gegner von digitalen Lösungen einen mächtigen Verbündeten, dem man kaum Paroli bieten kann.


Lehrkräfte verweigern sich vor allem dann, wenn es darum geht, etwas Neues in den Berufsalltag aufzunehmen. "Das Gejammer ist oft unerträglich" wird uns berichtet. "Es gibt immer genug Gründe für Lehrer, etwas zu verweigern. Einige wenige, die es dennoch mal versuchen und ausprobieren, gehen dann den Schritt jedoch nicht zurück."


Fakt ist: Die Kreidezeit an Deutschlands Schulen geht langsam zu Ende. Die Landesregierungen haben zwar bisher auch noch nicht verstanden, die Schulen auf dem Weg ins digitale Zeitalter zu begleiten, aber hier wird sich mit der Zeit der Trend einspielen. Doch zu viel Zeit darf sich die Politik nicht lassen. Denn die Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch auf das Leben vorbereiten. Und im "richtigen Leben" hat der Meetingroom schon lange keine Tafel und Kreide mehr.