Pflegenotstand stoppen

Das Bundesland Bayern leidet offenbar zunehmend unter der Herrschaft der CSU. Heute erreicht die Vernachlässigung der Pflege einen neuen Negativrekord: 12.000 Pflegestellen fehlen in Bayern - behauptet ein Volksbegehren.


Auf der Website https://stoppt-pflegenotstand.de/#faq findet man auch die Angabe eines Grundes dazu:


Zitat

Der Grund: Überall wurden seit der Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf Fallpauschalen Stellen abgebaut, um mit geringeren Kosten möglichst viel Gewinn zu machen.


Tatsächlich ist es so, dass die Krankenhausfinanzierung ein komplizierter Teil unseres Gesundheitssystems darstellt, welcher nur schwer zu durchschauen ist. Ohne ein Jurastudium kommt man nicht sehr weit. Außerdem ist die Krankenhausfinanzierung sehr umstritten, und von Bundesland zu Bundesland anders. Wenn man die Bundesvorgaben ausklammert, dann kocht jedes Land seine eigene Suppe.


Was man aber sicher sagen kann, ist, dass es nicht nur in Bayern seit Jahren größere Probleme gibt, sondern in anderen Bundesländern ebenfalls. Und wenn man noch tiefer gräbt, dann stellt man fest, dass die Kampagne „Pflegenotstand Stoppen“ von der Partei Die LINKE. stammt.


In Bayern ploppt das Thema heute deshalb auch so medienwirksam auf, weil heute ein Bürgerbegehren dazu startet.


Für die CSU, welche darauf keine adäquate Antwort geben will – oder kann -, kommt das Bürgerbegehren zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn im Oktober wird der bayrische Landtag neu gewählt.


Denn auch die CSU ist sich der Problematik bewusst, dass man in Bayern nicht alt werden darf. Oder besser: Nicht pflegebedürftig. Die Kosten für ein Pflegeheim überschreiten schnell mal 4.000€ oder 5.000€ pro Monat. Die Einkünfte im Alter reichen hier natürlich nicht aus. Deshalb werden vor allem auch in Bayern die Angehörigen ihren Eltern gegenüber unterhaltspflichtig.