Baukindergeld: Die GroKo zockt und verliert

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Die ganze Woche über wurde das Baukindergeld, welches besonders von der CSU gefordert wurde, in den Medien genau beleuchtet. Insbesondere die jüngste Weichenstellung, man könne das Baukindergeld nur unter stark erschwerten Bedingungen bekommen, machte Schlagzeile. Auch wir haben hier darüber berichtet.


Jetzt wurde nochmals vieles verändert. Und trotzdem reißt die Kritik am Baukindergeld nicht ab.


Das Baukindergeld soll nach der Einigung von CDU, CSU und SPD nur bis zum 31.12.2020 gezahlt werden. Mit anderen Worten: Das Baukindergeld bekommt nur der, welcher zwischen 2018 und 2020 mindestens ein Kind hat, und maximal 75.000€ zu versteuerndes Einkommen erarbeitet. Pro Kind kommen dann nochmal 15.000€ zu versteuerndes Einkommen oben drauf. Das Baukindergeld beträgt trotzdem 1.200€ pro Jahr und Kind.


Das Baukindergeld wird dann zehn Jahre lang bezahlt, und kostet den Bund trotz der Einschränkungen voraussichtlich einen einstelligen Milliardenbetrag bis ins Jahr 2029. In Presseartikeln ist zwischen zwei und drei Milliarden Euro die Rede. Woher das Geld kommen soll, ist völlig unklar. Denn der derzeitige Haushalt ist schon jetzt nicht finanziert. Insbesondere beim Thema Schulen, Lehrerbeschäftigung, Kita-Ausbau und Hochschulausstattung gibt es bisher nur Absichtserklärungen. Finanziert sind die Wünsche alle nicht.


In Fachkreisen der Immobilienbranche reibt man sich derweil schon die Hände. Die Preise werden an die neue Situation angepasst. Zweifellos werden Immobilien in den nächsten drei Jahren nochmals sprunghaft teurer. In Expertenkreisen nennt man das Mitnahmeeffekte. Der Dumme ist am Ende der Käufer.


Die Förderung verstößt außerdem gegen die Grundprinzipien des Menschen. Denn in einer Beziehung ist der Mensch dem Tier immer noch ähnlich. Zuerst wird das Nest gebaut, und dann kommt der Nachwuchs. Die große Koalition, und im Besonderen die CSU, will das Konzept umdrehen. Der Grund dafür ist leicht zu erraten. Die CSU will in Bayern Wählerstimmen kaufen. Die Union fürchtet um die absolute Mehrheit in Bayern. Deshalb macht die CSU Milliardengeschenke auf Steuerzahlerkosten.


Die Mehrausgaben und Wahlversprechen der CSU sprengen jeden Finanzhaushalt. Am Ende werden es steigende Steuern sein, welche die Wählerstimmen-Shoppingtour der CSU finanzieren werden.


Hinzu kommt auch noch der Verstoß der Fairness. Denn allein Eltern bekommen die Immobilienförderung in Form des Baukindergeldes. Für alle anderen steigen die Preise jedoch ebenfalls sprunghaft an. Immobilien werden durch die Subvention unnötig verteuert.


Hätte man die Grunderwerbssteuer abgeschafft, wie es die FDP gefordert hatte, hätten alle mehr Chancen auf Wohneigentum. Siehe https://www.fdp.de/position/grunderwerbsteuer


Nachtrag:

Ungewollt Kinderlose werden hier im besonderen abgestraft. Denn hier haben die SPD und die Union auch stets abgelehnt, das die medizinische Behandlung ungewollt Kinderloser Paare von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird.

    Kommentare 1

    • Mit anderen Worten: Das Baukindergeld ist eine Luftnummer der CSU. Mit 75000€ Jahreseinkommen schicken dich die Banken weg. Es sei denn, Du hast 40% oder 50% der Kaufsumme im Sparstrumpf. Den Weg der FDP geht natürlich keiner, weil der Bürger dann etwas davon gehabt hätte.