Die sinnlose Zahlung von Homöopathie

Seit rund einem Jahr wird darüber gestritten, ob die umstrittenen homöopathischen Mittel künftig noch von den Krankenkassen gezahlt werden dürfen. Mediziner warnen schon länger davor, das sinnlose Behandlungen ausschließlich dem Geldbeutel der Homöopathen helfen - nicht aber dem Patienten. Und dass es dem Patienten nicht hilft, ist wenig verwunderlich. Denn wo kein Wirkstoff, da auch keine Wirkung.


Aber eigentlich geht es hier um die Frage, ob die Solidargemeinschaft, also alle Krankenversicherten, die oft kritisch zu betrachtenden Glaubuli Globuli finanzieren muss. Klar, am Ende zahlen es die Krankenkassen. Und auch hier zahlen nicht alle die "Leistungen" der Homöopathie. Aber das beantwortet die Frage nicht.


Fakt ist nur, das die Erkrankungen zwei Mal behandelt und zwei Mal bezahlt werden müssen. Einmal als Homöopathie. Und ein zweites Mal mit richtigen Medikamenten, weil die Homöopathie "an ihre Grenzen" stößt. Immer öfter werden durch die Anwendung von Homöopathie auch Krankheiten verschleppt und andere werden angesteckt. Denn oftmals herrscht der Glaube, man sei nach ein paar Zuckerkügelchen wieder gesund. Und dies ist schlicht falsch.


Viel schlimmer ist es aber, wenn eine Krankheit zu lange unbehandelt bleibt, weil man auf die Alternativmedizin schwört. Dann wird aus einem Husten gern mal eine chronische Bronchitis. Eine dauerhafte Behandlung durch echte Medikamente soll dann Linderung bringen. Die Zeche zahlt die Allgemeinheit.


Interessant sind bei der Homöopathie aber nicht nur die fehlenden Nachweise über die Wirksamkeit. Oft wissen die Patienten gar nicht, was genau sie da einnehmen. Von Zucker, Pflanzenteile, Quecksilber und Hundekot ist alles dabei. Aber alles in "homöopathischen Dosen", die oft kaum nachweisbar sind.


Es gibt aber auch Gutes zu berichten: Der Verkauf und die Verschreibungen sind 2016 erstmals nach einem anhaltenden Boom um 13% zurückgegangen.


Sollen Krankenkassen die Homöopathie bezahlen?

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    Kommentare 2

    • Die essen echt Hundekot? Was soll denn daran gesund sein? Oder besser: Was soll Hundekot kurieren? Und warum zahlt sowas die Krankenkasse? Die ticken doch nicht richtig.
    • Wenn jemand Hundekot und Zuckerbomben essen will, dann ist das doch okay - solange die Kasse das nicht bezahlt, und Kinder nicht betroffen sind. Homöopathie bei Kindern = Kindesgefährdung.