Bettnässen durch Schulprobleme

Das Lehrkräfte, die sich Kindern gegenüber unpädagogisch Verhalten kommt zwar gewöhnlich nicht so oft vor - aber es kommt vor. Bei jenem aggressiven Verhalten ist weniger die Anwendung von körperlicher Gewalt in Form von Prügel die Rede, sondern viel mehr von jener Gewaltform, welche auf die kindliche Psyche wirkt.



Was sind das für Lehrkräfte?


Jene Lehrerinnen und Lehrer, welche auf psychologische Kriegsführung im Klassenzimmer setzen, können sich mit pädagogisch sinnvollen Maßnahmen nicht durchsetzen. Statt dessen schreien sie die Kinder an, drohen ihnen oder bestrafen jede Kleinigkeit die ihnen vor Augen kommt. Selbst ein schweifender Blick aus dem Fenster kann für ein Kind in einer Strafe enden. Dem Erwachsenen geht es hier vor allem darum, Macht auszuüben und zu sichern. Um jeden Preis. Das sich dies in der Seele des Kindes wiederspiegelt, kann jeder nachvollziehen.


Eine zweite Gruppe von Lehrkräften ist es oftmals gar nicht bewusst, wie sie auf die Schulkinder wirken. Sie reflektieren zu wenig oder sind in dem Glauben, dass das was sie tun, und wie sie es tun, schon in Ordnung geht. Die Schülerinnen und Schüler sind Teil des Jobs und keine Lebewesen mit echten Gefühlen. Kinder haben jedoch feine Antennen dafür, wenn es darum geht, das sie jemand leiden kann oder nicht. Ist letzteres der Fall, äußert sich das in entsprechenden Konsequenzen. Bettnässen kann hier ein Symptom für sein.


Es gibt aber auch noch eine dritte Variante: Das sensible Kind. Sehr sensible Kinder können auch Sachen die für andere Mitschüler gedacht sind, sich so zu Herzen nehmen, das sie selbst darunter leiden. Strafen oder Äußerungen werden vom Kind persönlich genommen, obwohl es selbst damit nichts zu tun hat. Das Kind leidet in diesem Fall für seine Mitschüler und empfindet die Situation für sich als negativ und aggressiv. Das Ergebnis findet man dann morgens im nassen Bett.


Es ist also nicht sinnvoll, eine Lehrkraft zu schnell zu verurteilen, wenn man eigentlich noch gar nicht so genau weiß, woran man als Eltern ist. Die Ursachenforschung bei bettnässenden Kindern ist bedeutsam für eine geeignete Maßnahme oder therapeutischen Weg, um dem Einnässen ein schnelles Ende zu bereiten.



Kind will nicht mehr in die Schule


Ein typisches Anzeichen für "psychologische Gewalt" im Klassenzimmer können Eltern daran erkennen, dass das Kind sich weigert in die Schule zu gehen, bzw. seinen Unmut darüber äußert, sie zu besuchen. Die meisten Kinder können das Problem auch erkennen und es ihren Eltern mitteilen.


Allerdings ist es oft so, das die Kinder den aggressiven Lehrstil als normal vermittelt bekommen, da sie meist nichts anderes kennen gelernt haben. Die Psyche des Kindes geht hier einen eigenen Weg, um sich Gehör zu verschaffen: Mit Bettnässen. Nicht immer können Kinder sich erklären. Oder anders gesagt: Der kindliche Geist sucht sich einen eigenen Weg, um mit der schwierigen Situation fertig zu werden.



Kinder sind hilflos


Während ältere Kinder mit solchen Lehrerinnen und Lehren besser umgehen können - weil sie gelernt haben mit schlechten Lehrkräften umzugehen -, sind es vor allem Kinder im Grundschulalter, die damit - verständlicherweise - schnell überfordert sind.


Hier ist das Bettnässen eine Form von Hilferuf an die Eltern. Und diesen stummen Schrei nach Unterstützung sollten Eltern unbedingt erhören und nicht als "Kleinigkeit" oder "das wird schon wieder" abtun.


Bettnässen bei Jungen und Mädchen ist hier als ein Hilfeschrei zu verstehen, welcher die Eltern des Kindes auffordert "Hilf mir! Jetzt!".



Darüber sprechen hilft


Meist reicht es aus, das die Eltern über das Bettnässen mit ihrem Kind sprechen. Ist das Ergebnis ein "unpädagogischer Lehrer" oder eine "unpädagogische Lehrerin", dann muss das Bettnässen selbst nicht behandelt werden. Denn hier muss das Übel direkt an der Wurzel gepackt werden. Im Klartext: Sie als Eltern müssen die Lehrer aufsuchen, mit ihnen sprechen und so auf eine Veränderung hinarbeiten.


Hilft das Lehrergespräch nicht, bleibt ein Klassenwechsel als Lösung immer noch übrig. Hierzu kommt es meist nicht, da die betreffenden Lehrer selbst einlenken und sich nachhaltig bessern.


Ändert sich der Umgang zwischen Lehrkraft und Schüler, dann stellt sich auch eine Veränderung im Bettnässen ein. Und dies natürlich dahingehend, das es einfach aufhört. Nachdem sich die Ausgangslage in der Schule geändert hat, sollte das Bettnässen innerhalb von wenigen Tagen genau so schnell wieder verschwinden, wie es gekommen ist.


Auf therapeutische Maßnahmen wie Klingelmatratze oder dergleichen, kann eigentlich verzichtet werden. Ob man für die Zeit des Bettnässens Windeln anschafft, sollte zusammen mit dem betroffenen Kind besprochen und vereinbart werden.



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