Impfen gegen Grippe?

Das wohl wichtigste ist, dass man weiß, dass sich das Grippevirus verändert. Vereinfacht ausgedrückt ändert sich jedes Jahr seine Oberfläche, weshalb der Impfstoff jedes Jahr angepasst werden muss. Das ist auch der Grund dafür, dass man sich jedes Jahr erneut impfen lassen muss.


Die Grippe-Impfung ist auch keine Garantie dafür, dass man nicht an dem Virus erkrankt. Impfen ist hier lediglich eine vorbeugende Maßnahme. Es kann gut gehen, oder eben auch nicht. Ein Restrisiko von statistischen zehn Prozent bleibt übrig.


Wer bei der Impfung nicht gesund ist, sondern bereits angeschlagen, der tut sich schlicht keinen Gefallen. Der Impftermin sollte dann so lange verschoben werden, bis man wieder fit ist. Eine Grippe-Impfung schützt übrigens nicht vor einer Erkältung oder einer gereizten Nase.


Die „STIKO“ (Ständige Impfkommission) empfiehlt eine Grippeschutzimpfung nicht im Grundsätzlichen. Lediglich einzelnen Personengruppen wird nahegelegt, die Impfung bei sich machen zu lassen. Dazu gehören zum Beispiel Personen über 60 Jahre, Ärzte, Kinder und Erwachsene mit bestimmten Grunderkrankungen (u.a. Bluthochdruck, Diabetes), Personen mit Leber- und Nierenerkrankungen, etc.


Kleinkinder und Kinder können ab dem 6. Monat geimpft werden. Obwohl das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist, kann es sinnvoll sein, eine Infektion zuzulassen (aber nicht absichtlich herbeiführen, da dies Körperverletzung ist!!). Das Immunsystem wird hier trainiert, und das kann durchaus Sinn haben. Kinder mit Vorerkrankungen und kranke Kinder hingegen sollen nicht geimpft werden. Ein Besuch beim Kinderarzt oder Hausarzt wird empfohlen.


Laut STIKO gilt für Schwangere: Bislang ist kein Fall bekannt, bei dem sich eine Grippeschutzimpfung negativ auf eine Schwangerschaft ausgewirkt hat. Trotzdem ist im Zweifel immer dem Rat eines Arztes folge zu leisten. Eine Beratung, die in jedem Fall stattfinden sollte, sind Erkrankungen und Vorerkrankungen zu berücksichtigen. Bei Risikoschwangerschaften oder Unsicherheiten gilt ebenfalls: Den Arzt befragen.


Am Ende liegt die Entscheidung bei jedem selbst, bzw. bei den Eltern, ob man sich und seine Kinder impfen lassen möchte. Die Kosten trägt dafür gewöhnlich die Krankenkasse. Muss man sie selbst zahlen kostet die Impfung ca. 25€ pro Person.


Eine grundsätzliche Impfplicht besteht nicht. Wer aber an Grippe erkrankt, dem muss klar sein, dass das man selbst, oder das Kind, immer noch bis zu einer Woche nach Abklingen der Symptome als Überträger dient. D.h., wenn ein Kind wieder gesund ist, sollte es bis zu einer Woche nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen, weil es andere Kinder immer noch anstecken kann.

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    Kommentare 4

    • Erkältung ist nicht schlimm. Aber ne echte Grippe kann sehr gefährlich werden.
    • Sicherheit gut und schön. Aber man muss auch nicht bei jedem Pieps mit Kanonen schießen.
    • Ein wirklicher Impfbedarf ist doch gar nicht da. Für Kinderärzte und Hausärzte ist das lediglich ein finanzielles Zubrot. In 5 Minuten 25€ verdient. Eine Woche Grippe, eine Woche zuhause auskurieren = 2 Wochen Krank. Das ist doch nicht schlimm wenn es einen trifft. Wenn ...