Schnullerkinder früher

Dies änderte sich erst, als Zahnärzte auf der Suche nach der Ursache für schiefe Zähne waren. Die Ursache bei Schulkindern war schnell gefunden. Die meisten der kleinen Patienten hatten bis in das Schulkindalter häufig und regelmäßig am Schnuller genuckelt.


Nachdem die Ursache gefunden war, lernte man daraus. D.h. das es eine neue Empfehlung gab die lautete, das Kleinkinder bis zwischen 2,5 und 3 Jahren vom Schnuller entwöhnt werden sollten um eine Zahnfehlstellung zu vermeiden.


Dies hatte dann den positiven Aspekt, das mit der Zeit immer weniger Kinder schiefe Zähne hatten. Daraus folgte wiederum, das immer weniger Kinder Zahnspangen brauchten um die Fehlstellung der Zähne zu korrigieren.


Der Saugreflex ist jedoch mit drei Jahren häufig nicht "abgeschaltet". So gibt es viele Kinder die später "rückfällig" werden und wieder nach dem Schnuller verlangen. Da ihnen dieser aber gewöhnlich verwehrt wird, bleibt den Kindern oft nur der Daumen.


So kam der "NUK Maxitrainer" schließlich auf den Markt. Er war extra für Kinder, die den Schnuller länger wollten oder länger brauchten, als es die "Norm" vorschrieb.


<p>Inzwischen wissen wir: Kleinkinder sollten nicht aus falschem Ehrgeiz ihrer Eltern den Schnuller "aufgeben" müssen. Ein natürlicher Entwicklungsprozess wie der Saugreflex lässt sich nicht abtrainieren - und schon gar nicht abgewöhnen. Bis zum Schuleintritt - und manchmal auch darüber hinaus - ist es in Ordnung, wenn Kinder ihre oralen Bedürfnisse befriedigen können. Das Saugen hat nach der Geburt eine Lebenserhaltende Funktion. Später dient sie mehr zur Beruhigung des Kindes.


Hinzu kommt, das Kinder selber entscheiden müssen, wann sie welchen Entwicklungsschritt gehen wollen. Die "Entwöhnung" des Schnullers ist ebenso wenig ein "Spielplatzwettbewerb" wie die Sauberkeitserziehung. Es ist besser manche Entscheidungen dem Kind zu überlassen, als eine gesellschaftliche Norm dem Kind aufzuzwingen.


Entscheidend ist hier auch immer der Einzelfall.

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