Babysachen wegwerfen eine Lösung?

Warum ist wegwerfen keine Lösung?


Windeln, Babyflaschen und Schnuller sind alles Dinge die Geld gekostet haben. Und wenn ein Jugendlicher sein Taschengeld dafür ausgibt, dann ist die Entsorgung wie eine Enteignung. Und eigentlich ist es sogar noch viel schlimmer. Denn Eltern demonstrieren damit auch ihre Macht über ihr Kind.


Die Eltern zeigen hier durch die Entsorgung, dass sie ihr eigenes Kind nicht wertschätzen. Und damit bestätigen sie ungewollt den Gedanken des Kindes, das es recht damit hatte, die Babysachen zu verstecken, und das „Teenbaby sein“ nur für sich alleine zu machen.


Das elterliche Verhalten schürrt auch die Ansichten des Jugendlichen dahingehend, das es etwas peinliches, etwas falsches mag. Er oder sie kommt so schnell auf die Gedanken, das es unbeliebt und ungeliebt ist. Genau dies ist dann die Ursache dafür, dass das Teenbaby-Verhalten nochmals verstärkt wird. Denn als Teenager hat man es schwer. Als (Teen-)Baby hat man es leicht und unbeschwert. Als Baby kann ich mich fallen lassen.


Alle Argumente der Eltern, warum man kein Baby mehr ist, das „groß sein“ besser sei und ähnliches, sind leere Phrasen, die keinen Zugang zum „Teenbaby“ finden. Kein Wunder. Erst wird man enteignet, dann als „schlecht“ niedergemacht, und jetzt soll man der Argumentation derer Folgen, wegen denen man das Teenbaby Verhalten versteckt halten musste? Der Erfolg der Eltern ist gleich Null.


Wegwerfen ist keine Option! Verständnis und ein Gespräch auf der Basis, dass der Jugendliche seine Babysachen behalten kann, ist die bessere Wahl. Als Eltern kann man einen Rahmen abstecken, unter dem das Teenbaby einfach Teenbaby sein darf.


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